29. Oktober 2020
Kontaktlose Unterstützung beim Einkaufen Corona

Corona-Krise: Wo kann ich jemandem helfen – und wo wird mir geholfen?

Personen aus Risikogruppen wird geraten, momentan nicht nach draussen zu gehen. Das betrifft ältere Menschen, aber auch Leute mit einer chronischen Erkrankung, Asthma oder Diabetes. Um diesen Leuten zu helfen, gibt es inzwischen viele Hilfsangebote im Netz. Vom Einkaufen bis zum Gassi gehen mit dem Hund – alles ist dabei.

Wenn du selbst betroffen bist, jemanden kennst, der Hilfe braucht oder auch einfach selbst Unterstützung anbieten möchtest – wir haben verschiedene Plattformen zusammengesucht, bei denen es genau darum geht.

Gemeinsam gegen Corona

Unter hilf-jetzt.ch kannst du sowohl selbst Hilfe suchen, als auch anderen Unterstützung anbieten. Nach der Postleitzahl kannst du Gruppen, die sich bereits gebildet haben, in deiner Umgebung finden. In dieser Liste findest du dann auch Kontaktdaten und was das Angebot ist. Du kannst aber auch selbst eine Gruppe gründen, um Hilfe anzubieten.

Crossiety – der digitale Dorfplatz für ein cleveres Zusammenleben

Rund 60 Gemeinde und Städte haben einen digitalen Dorfplatz auf Crossiety. Die Idee dahinter ist, dass man darauf kommunizieren, sich für andere engagieren und Unterstützung suchen kann. Gerade jetzt ist das Angebot sehr nützlich, um Hilfe zu organisieren. Es gibt Crossiety auch als App zum Download.

Five Up

Diese App wird unter anderem vom Schweizerischen Roten Kreuz unterstützt. Sie dient der Koordination von Freiwilligenarbeit. Man sieht darauf, wo Hilfe gebraucht wird und kann sofort Kontakt aufnehmen. Die Ergebnisse können gefiltert werden, damit man nur diejenigen sieht, die in der näheren Umgebung Unterstützung brauchen.

#zämädihei

Auf der Plattform von #zämädihei werden Menschen, die helfen wollen mit Menschen, die Hilfe brauchen, zusammengeführt. Du kannst dort auch Hilfe anfragen für einen Freund oder Verwandte. Es gibt auch eine Facebook-Gruppe dazu, auf der du dich mit anderen koordinieren oder austauschen kannst.

einanderhelfen.ch

Wie bei #zämädihei werden auch bei einanderhelfen.ch hilfsbedürftige Menschen mit solchen zusammengebracht, die gerne helfen möchten. Schon auf der Startseite siehst du, was es für Hilfsangebote gibt.

Wie in alten Zeiten: Einen Zettel aufhängen

Nicht alle Menschen erreicht man via Internet, Social Media oder Apps. Manchmal lohnt es sich, auf analoge Methoden zurückzugreifen. Du kannst einen Zettel aufhängen im Treppenhaus, oder in der Migros (dort aber zuerst am Kundendienst erkundigen, ob es in Ordnung geht), oder wo auch immer du denkst, dass es Sinn macht. Falls du etwas unsicher bist, wie du einen solchen Zettel am besten gestaltest, kannst du bei liebe-nachbarn.com in wenigen Schritten ein passendes PDF generieren. Ebenfalls eine Vorlage kannst du bei Solidarity Now! herunterladen.

Ein Beispiel, wie dein Zettel aussehen könnte.

Was muss ich bei Nachbarschaftshilfe beachten?

Wer für Personen einkauft, oder mit dem Hund Gassi geht, der sollte sich an die Vorgaben des BAG (Bundesamt für Gesundheit) halten. Das heisst zum Beispiel: Einkäufe nicht in Person übergeben, sondern vor die Tür legen und klingeln. Am besten klärt ihr gemeinsam im Voraus, wie ihr das Bezahlen des Einkaufens regelt.

Falls dir jemand etwas vorbeibringt, solltest du nach dem Auspacken der Lebensmittel unbedingt gründlich deine Hände mit Seife waschen. Da es Hinweise gibt, dass die Coronaviren sich auf Packungen länger aufhalten können, kannst du diese vorsichtshalber auch desinfizieren. Bei Gemüse und sonstigen offenen Lebensmitteln reicht es, wenn du sie gründlich mit Wasser abwäscht.

Gründlich Händewaschen ist angesagt!

Diese Apps sollen lediglich Vorschläge darstellen und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wenn du noch mehr Vorschläge oder selbst Erfahrungen damit gesammelt hast, schreib es uns unten in die Kommentare. Wir sind sehr gespannt, was ihr dazu zu erzählen habt. 👇

Natascha Schläpfer

Natascha ist zwar nicht mit dem Internet aufgewachsen, aber trotzdem dort zuhause. Vine-Compilations, schöne Reisebilder auf Instagram und seit neustem die Stickerei gehören zu ihren Lieblingszeitvertreiben. Heute arbeitet sie bei Comparis als Content & Community Managerin.

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