29. Oktober 2020

Brauche ich besseres Internet wegen Corona?

Das Buffer-Rad war ein prägendes Erlebnis meiner Kindheit. Auch das Bangen bei YouTube-Videos, ob der rote Balken den grauen Balken nun einholt oder nicht, kenne ich nur zu gut. Dank der Digitalisierung und der zunehmenden Unverzichtbarkeit des Internets gehörten die Sorgen einer langsamen und instabilen Leitung bereits der Vergangenheit an. Und dann kam Corona. 

Homeoffice, Videokonferenzen, virtuelle Kaffeekränzchen, Onlineshopping, Hausaufgaben, Weiterbildungen und natürlich Netflix ohne Ende fordern die Internetleitung zuhause heraus. Wenn Mitbewohner 1 am zocken ist, Mitbewohnerin 2 sich gerade einen Fitness-Livestream anschaut, du aber noch in einer Videokonferenz bist, dann kann es schon sein, dass dein Internet nur noch sehr, sehr langsam funktioniert.

Schnelleres Internet, ja oder nein?

Wenn sogar das Versenden von E-Mails zu einer Geduldsprobe wird, dann lohnt sich die Investition in ein schnelleres Internet, so Comparis-Digitalexperte Jean-Claude Frick. Ruf am besten deinen Provider an und frage, welche Alternativen er dir anbieten und welche Abos er empfehlen kann. Denn während dein Internet schon am Anschlag ist, haben die Provider noch ausreichend Leistung zur Verfügung. Frick verrät: «Das Netz ist nicht überlastet, vor allem nicht bei uns. Alle Provider mit denen ich in den letzten 4 Wochen gesprochen habe, sagen, sie haben noch massiv Kapazitäten. Die halbe Schweiz im Homeoffice ist für das Netz weniger belastend als ein Freitagabend, an dem die neueste Netflix Staffel startet.» 

Was hingegen überlastet ist, sind die Dienste: Google Hangouts, Microsoft Teams, Skype – da viel mehr Nutzer diese Programme nun verwenden. Und Jean-Claude Frick erklärt: «Da nützt dir zuhause dein Netz in der Tat nichts, weil du kommst zwar schnell zu Watson.ch, aber eben eventuell nicht zu Skype, weil es überlastet ist.»

Ich, wenn das Internet langsam ist.

Was spricht dagegen?

Wie bereits gesagt: Ein schnelleres Internet nützt nichts, wenn die Dienste, die du verwendest, überlastet sind – aber keine Angst, Netflix hat noch reichlich Serverkapazitäten 😉. Dagegen spricht natürlich auch, dass ein schnelleres Internet mehr kostet. Frick meint: «Wenn Corona vorbei ist, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass man vergisst, sein Abo wieder zu ändern. Sprich: Man zahlt mehr für etwas, das man vorher gar nicht gebraucht hat.»

Die Pro und Kontras von Jean-Claude Frick kannst du dir im Radiobeitrag von Energy Zürich auch anhören: 

 

Tipps zur Optimierung des Internetverbrauchs:

Alexandra Gygax

Als digital Native weiss Alexandra, welche Online-Angebote du zu Zeiten von Corona und «social distancing» auf keinen Fall verpassen solltest. Alexandra ist Content und Community Managerin bei Comparis.

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