29. Oktober 2020

10 Tipps, wie du deine mentale Gesundheit während der Corona-Krise pflegen kannst

Die Corona-Krise hält an und verändert unseren Alltag nachhaltig. Unsere mentale Gesundheit leidet unter dem Lockdown, den Einschränkungen und der Isolation. Deshalb ist es jetzt gerade umso wichtiger, dass du auf dich achtest und darauf, was du brauchst, um diese Zeit möglichst unbeschadet zu überstehen. Vielleicht können dir unsere zehn Tipps eine Hilfe sein.  

1. Organisier dich

Manchmal fühlt sich die ganze Situation an wie ein gigantisches Hamsterrad. Man rennt und rennt, und hat trotzdem das Gefühl man kommt nicht vom Fleck, hat nichts gemacht den ganzen Tag lang. Da kann es helfen, eine gute alte To-do-Liste zu schreiben. Diese kannst du jeden Tag neu beginnen oder gleich für die ganze Woche aufsetzen.

Es gibt keine Regeln, was in diese Liste gehört und was nicht. Es können Alltagstätigkeiten wie abwaschen, Badezimmer putzen oder Müll rausbringen sein. Du kannst zusätzlich Punkte hinzufügen, von Dingen, die du machen möchtest. Zum Beispiel ein Bad nehmen am Abend, Setzlinge für den Balkongarten bestellen oder die neuste Folge deiner Lieblingsserie schauen. So kann dir die To-do-Liste auch helfen, Zeit für dich selbst (Self-Care) zu planen.

Neben dem guten Gefühl, wenn du etwas Mühsames (wie Staubsaugen) abstreichen kannst, gibt es dir auch eine Übersicht, was du alles an einem Tag oder in der Woche geschafft hast. Vorbei ist es mit dem Trugschluss, dass du «ja gar nichts gemacht hast heute».

2. Halte dich an eine Tagesstruktur

Wir alle haben es sicher schon x-mal gehört und wissen eigentlich wie wichtig sie ist: die Tagesstruktur. Gerade wenn du im Homeoffice oder viel zu Hause bist, lohnt es sich, Regelmässigkeit in deinen Alltag zu bringen. Damit hilfst du nicht nur deiner To-do-Liste sondern auch deiner psychischen Gesundheit.

Versuche, etwa zur gleichen Zeit ins Bett zu gehen und am Morgen aufzustehen. Arbeitest du im Homeoffice ist es wichtig, dass du dir feste Arbeitszeiten setzt – und noch wichtiger, dass du darin auch fixe Pausen einplanst. Denn sonst sinkt deine Produktivität je länger je mehr und du fühlst dich gestresst(er).

Hände hoch wer es auch manchmal vergisst – aber regelmässig zu trinken ist enorm wichtig für deinen Körper und dein Wohlbefinden. Wenn du gerne Trinkerinnerungen auf dein Handy bekommen möchtest, gibt es dafür tolle Apps, wie zum Beispiel «Plant Nanny» (Download im App Store und Google Play Store).

Solltest du das Glück haben, in einer genügend grossen Wohnung zu leben, solltest du dir unbedingt eine Raumaufteilung überlegen, die dir bei der Struktur hilft. Arbeite zum Beispiel immer im Büro und entspanne im Wohnzimmer und nicht umgekehrt. Sonst kann es sein, dass du gar nicht mehr aus dem Arbeiten herauskommst und die Trennung Homeoffice / Entspannung unscharf wird.

3. Aktiviere dein soziales Netzwerk

Dass wir unsere Freunde und je nachdem Familie nicht mehr sehen dürfen, ist eine der fiesesten Auswirkungen der Corona-Krise. Da wir glücklicherweise (in diesem Fall) in einer digitalisierten Gesellschaft leben, können wir trotzdem Zeit miteinander verbringen.

Verabrede dich mit deinen Freunden zu einem Feierabendbier via Videocall. Oder organisiere einen fixen Termin für ein Remote-Dinner einmal pro Woche mit deinen Eltern. Gerade Personen, die alleine leben, kann das helfen, sich weniger einsam zu fühlen. Zwar ist es nicht dasselbe, wie miteinander auf dem Sofa sitzend einen Film zu schauen, aber für die mentale Gesundheit ist es dennoch Gold wert. In diesem Artikel findest du Tipps, wie du zum Beispiel Netflix zusammen mit deinen Freunden schauen kannst.

Natürlich gibt es auch viele andere Möglichkeiten neben Netflix, um Zeit zusammen zu verbringen. Spielt ihr gerne Spiele? Dann gibt es hier einige Tipps, wie ihr virtuell am besten zusammen spielen könnt.

4. Sei körperlich aktiv

Mit körperlich aktiv ist nicht gemeint, dass du auf deinem Balkon für einen Marathon trainieren sollst. Es ist erwiesen, dass ein wenig Bewegung dabei helfen kann, psychisch gesund zu bleiben. Das BAG empfiehlt, dass sich Erwachsene idealerweise mindestens 2.5 Stunden pro Woche bewegen sollten. Während der Corona-Krise ist es etwas schwerer, in Bewegung zu kommen – besonders für jene, die normalerweise gerne Badminton spielen oder ins Fitnesscenter gehen. Das Gesundheitsamt Graubünden hat jedoch eine gute Liste mit Impulsen für psychische Gesundheit gesammelt, wo sie Tipps geben, wie Bewegung während der Corona-Krise aussehen kann. Mein Favorit ist: zu seiner Lieblingsmusik im Wohnzimmer zu tanzen, bis man ausser Atem ist.

Für dein Wohlbefinden ist es schon gut, wenn du ab und zu einen längeren Spaziergang machst. Dabei kommst du in Bewegung und lüftest deinen Kopf. Noch dazu ist die frische Luft und die Sonne gut für dein Immunsystem. Versuche dabei, dein Handy in der Tasche zu lassen und konzentriere dich auf deine Umgebung.

Für all jene, die gerne intensiver Sport machen, gibt es viele (neue) Onlineangebote. Einige davon findest du in unserem Artikel «Fitnesstipps für zuhause» aufgelistet.

5. Lies mal wieder ein Buch

Das Smartphone hat unter anderem die Entwicklung mit sich gebracht, dass wir alle viiiiiiiiel mehr Zeit vor einem Bildschirm verbringen. Sogar wenn wir nicht unbedingt im Büro vor dem Computer arbeiten, verbringen wir einen grossen Teil unserer Freizeit mit dem Handy in der Hand. Für alle, die etwas wegkommen wollen vom ständigen online sein oder es satt haben, das gleiche App fünfzigmal zu refreshen und doch nichts neues zu sehen, lohnt sich der Griff zum Buch.

Für deine Psyche kann das Lesen eines Buches entspannend wirken, denn es erlaubt dir, dem Alltag zu entfliehen, den Stress hinter dir zu lassen und in neue Welten einzutauchen. Natürlich kannst du auch Sachbücher lesen, um Neues zu lernen und dich in ein Thema zu vertiefen, das dich schon lange interessiert hat. Was du liest ist schlussendlich Geschmacksache, aber für dich, deine Psyche und Entspannung ist ein Buch zu lesen sehr empfehlenswert.

Für alle Büchernarren unter euch, die schon lange eine Übersicht darüber wollen, was sich eigentlich alles in euren Regalen tummelt, gibt es goodreads.com. Mit dieser App kannst du ganz einfach per Scannen des Barcodes oder der Vorderseite des Buches deine Sammlung erfassen. Das ist einerseits spannend (man merkt erst dann, wie viele der Bücher man noch nicht gelesen hat) und andererseits eine repetitive Tätigkeit, die mitunter beruhigend wirken und damit ablenken kann.

6. Werde kreativ!

Die Corona-Krise birgt die Gefahr, dass man das Leben als nicht mehr sinnvoll erachtet, da man ja mehr oder weniger zum Nichts- oder Wenig-Tun verdonnert ist. Dich kreativ zu verwirklichen kann dabei helfen, sich auf positive Dinge zu konzentrieren. Du hast eine Aufgabe und somit einen Grund, morgens aufzustehen. Sogar die Weltgesundheitsorganisation sieht einen Zusammenhang zwischen Kreativität und psychischer/physischer Gesundheit. Also: Du möchtest gerne ein Hobby, um dich von all dem Corona-Mist abzulenken? Du wolltest schon lange etwas anderes als «Freunde, Kino und Yoga» auf deinen Lebenslauf schreiben? Wenn du Lust hast, kannst du dich jetzt ausprobieren. Die Möglichkeiten dabei? Endlos.

Du kannst zum Beispiel deine alten Stricknadeln aus den Tiefen deines Schrankes hervorholen und einen Schal oder eine Decke stricken. Oder Häkeln und Sticken lernen. Es ist ebenfalls erwiesen, dass Gärtnern – ob jetzt auf dem Balkon oder im Garten – gut für deine Psyche ist. Noch dazu kannst du je nachdem dein eigenes Gemüse anbauen und später geniessen – eine Win-Win-Situation!

Die Küche ist natürlich auch bestens geeignet für kreative Experimente. Ob Backen oder Kochen – welches Rezept willst du ausprobieren?

Wolltest du schon lange ein Fotobuch von deinen letzten (und vorletzten und vor-vorletzten) Ferien machen? Dann nichts wie los! Am Schluss hast du eine tolle Erinnerung an den Urlaub in Buchform und noch dazu kannst du durch die vielen Fotos dein Fernweh (vielleicht) etwas abschwächen.

Auch beliebt sind seit einiger Zeit wieder Malbücher. Ob mit Mandalas oder mit eingebauten Achtsamkeitsübungen, greif zu den Buntstiften – und fühle dich zurückversetzt in die Primarschule.

7. Probier’s mal mit Meditieren

Vielleicht hast du dir auch schon gedacht, dass Meditieren oder Achtsamkeitsübungen dabei helfen könnten, deine psychische Gesundheit zu stärken. Für Anfänger gibt es zum Beispiel die App Calm oder Headspace. Darauf findest du von geführten Meditationen zu Geschichten als Einschlafhilfen alles Mögliche. Ein Teil des Angebots ist kostenlos, jedoch nicht alles. Für alle, die lieber auf Musik setzen, um sich und ihrer mentalen Gesundheit Stabiliät zu geben, gibt es auf Spotify verschiedene Playlists, zum Beispiel die Anxiety Relief Playlist. 

Schlussendlich weisst du und dein Körper am besten, was dir hilft, deine innere Mitte zu finden. Das können Vine Compilations sein, eine Runde Atari Breakout oder ein Puzzle zu machen. Hör auf dich und deine Bedürfnisse – es ist aber auch nichts dagegen einzuwenden, etwas Neues auszuprobieren. Wer weiss, vielleicht wirst du der nächste Meditationschampion?

8. Schau, dass du nicht zu viele News konsumierst

Es ist verlockend, ständig die News-App deines Vertrauens zu öffnen. Doch für deinen Stresslevel und die psychische Gesundheit empfiehlt sich das nicht. Falls du merkst, dass dich die ständigen Informationen rund um Corona und all seine (unschönen) Auswirkungen belasten, lohnt es sich, deinen Medienkonsum einzuschränken.

Du könntest zum Beispiel nur zweimal am Tag News lesen. Oder du entfolgst auf Social Media gewissen Newsportalen, um nicht konstant mit den Neuigkeiten der Stunde konfrontiert zu sein. Damit verschaffst du dir eine Verschnaufpause und die Möglichkeit, dich zu regenieren bzw. den gefühlten Stress zu vermindern.

9. Planen für danach

So unsicher die ganze momentane Situation auch ist, irgendwann wird wieder etwas Normalität zurückkehren. Um deinen Kopf von den negativen Seiten deines jetzigen Alltags abzulenken, könntest du dir schon mal überlegen (oder aufschreiben), was du alles machen möchtest, wenn die Corona-Krise vorbei ist.

Mit Freunden einen Städetrip machen? Einmal so richtig brunchen am Sonntag? Eine Schifffahrt auf dem Vierwaldstättersee? Die Möglichkeiten sind endlos und müssen nicht immer realistisch sein. Manchmal hilft allein schon der Gedanke an spassige Tätigkeiten, um den Corona-Blues etwas abzuschwächen. Oder du machst dir einen kühlen Drink, setzt dich auf den Liegestuhl auf dem Balkon und stellst dir vor, dass es gerade die Sonne in Thailand ist, die dir auf die Nase brennt. Hier findest du mehr Ideen für Aktivitäten nach der Corona-Krise.

10. Such dir rechtzeitig Hilfe!

Falls du merkst, dass es dir wesentlich schlechter geht, solltest du dir früh genug Hilfe suchen. Gerade während Corona haben einige Fachstellen ihr Angebot ausgeweitet oder speziell auf den Umgang mit psychischer Gesundheit und Corona ausgerichtet. Auf diesen Plattformen findest du zum Beispiel Hilfsangebote:

Für weitere Tipps und Angebote, wie du während der Corona-Krise deine psychische Gesundheit pflegen könntest, gibt es unter anderem die Homepage dureschnuufe.ch (unter anderem findest du darauf Tipps vom Bundesamt für Gesundheit).

Natascha Schläpfer

Natascha ist zwar nicht mit dem Internet aufgewachsen, aber trotzdem dort zuhause. Vine-Compilations, schöne Reisebilder auf Instagram und seit neustem die Stickerei gehören zu ihren Lieblingszeitvertreiben. Heute arbeitet sie bei Comparis als Content & Community Managerin.

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2 thoughts on “10 Tipps, wie du deine mentale Gesundheit während der Corona-Krise pflegen kannst

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